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bild Levade

Coquelicot in der Levade

Über Coquelicot und mich

Coqulicot Ich glaube, es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass ich zu den Schülern gehörte, die einen Lehrer bis zum Haare-raufen gefordert haben. Meine Wahl fiel damals auf Bent Branderup . Mich faszinierte seine feine Art zu reiten und sein enormes Gefühl, dieses weiterzuvermitteln.

Mein Araber-Berber-Hengst, Coquelicot (Geb. 1991) und ich waren ein sehr kompliziertes Paar. Als ich 1996 einen Lehrgang bei Bent besuchte, schmiss mein Pferd mich gleich zur netten Einstimmung erst einmal ab.  Ich hatte ihn damals selbst „eingeritten“. Ehrlich gesagt, ich hatte versäumt, mich damit zu beschäftigen, dem Pferd genaue Hilfegebungen zu vermitteln. Ich war der Überzeugung, wenn man auf dem eigenen Reitplatz Schritt, Trab, Galopp und anhalten kann, ist das Pferd "eingeritten". Ob das wirklich so ist, zeigt sich, wie in meinem Fall, erst in der Fremde.   Somit begannen wir ganz von vorn. Und jetzt, rückblickend gesehen, kann ich sagen, ich habe bei Bent Branderup reiten gelernt. 

Es war ein trainingsintensiver, äußerst lehrreicher Weg, aber es hat mein Leben mit Pferden um viele glückliche Momente bereichert. 

Coquelitcot in der Traver Im Mai 2002 habe ich meine Prüfung zum Ritter der akademischen Reitkunst incl. der Piaffeprüfung abgelegt und ich möchte diese Seite nutzen, Bent für seine schier endlose Geduld, seine wertvolle pädagogische Fähigkeit und sein enormes Wissen zu danken. Ohne ihn würde ich heute wahrscheinlich nur noch auf einem Drahtesel reiten.

Wenn ich mich im nachhinein frage, ob ich irgendetwas anders gemacht hätte, müsste ich sagen: „Nein! Denn ich wäre mit jedem Pferd in dieser oder ähnlicher Form an den Punkt gekommen und ich hatte keine Wahl gehabt. Denn wenn ich ausbilden will, musste ich mich auch darum bemühen, ein sehr schwieriges Pferd weit zu fördern. 

Heute freue ich mich über jeden Tag, den ich mein Coquelicot reiten durfte und anderen auf Ihren individuell schwierigen Wegen weiterhelfen kann. Zur Akademischen Reitkunst gekommen zu sein, ist für mich ein unbeschreibliches Glück, denn so habe ich einen Weg gefunden, jeden einzelnen Tag mit meinem Pferd schön zu verbringen.

Coquelicot ist im Januar 2010 von mir gegangen. Er war meiner bester Lehrmeister.

 Über Limoncello

Limoncello gehört zu den netten talentierten Pferden, die für ihren Menschen alles geben - dafür wird seine Rasse (Hannover. Warmblut) gezüchtet. Er kreuzte meinen Weg 2008. Hier seine Vorgeschichte:

Er wurde mich einem halben Jahr von einer Auktion gekauft und ging dann nach Süddeutschland. Dort durfte er seine Jugend mit anderen Jungpferden verbringen und wurde mit 3 Jahren eingeritten. Mit 5 Jahren wurde er dann als gesundes Pferd weiterverkauft und von einem 13-jährigen Jungen erfolgreich auf Turnier A und L geritten. Dann kam er - als talentiertes Pferd - ein 3/4 Jahr später in "Profiberitt" nach Bad Homburg. Dieser dauerte eine Wintersaison, danach war das Pferd stockelahm und wurde als "TURNIERUNTAUGLICH - Nur zu Schlachtzwecken zu verwenden" wegen Kissing Spines von der Versicherung (schließlich ist ein gutes Pferd lebensversichert) abgeschrieben und sollte zum Metzger gehen.  Die ehemalige Besitzerin hatte zum Glück ein Rückkaufklausel in Ihrem Vertrag und nahm Limoncello als körperliches und nervliches Wrack zurück.

So kreuzte er meinen Weg und ich nahm ihn auf, mit der Idee, ihn soweit  zu rehabilitieren, das er wieder reitbar wird. Ich ließ ein Röntgenbild vom Rücken anfertigen, um abzuschätzen, wieviel Schaden dort angerichtet worden war. Für mich hiess das Konzept für diese Pferd - Hand-, Boden- und Longenarbeit , bis die Muskulatur aufgebaut ist.

    So war sein Ausdruck, kurz bevor er zu mir kam.So war sein Ausdruck nach bereits 4 Wochen Aufenthalt bei mir.

   Nach 1,5 Jahren Arbeit.

 

 Limoncello hier in der Piaffe, nach 2 Jahren Reha und Basisausbildung.

 

 

 

 

 

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